Das Wattenmeer

Das niederländische Watt

Auf dem Wattenmeer kann man noch echte Inseln ansteuern, die erst nach einer gewissen Fahrzeit am Horizont auftauchen. Bei Niedrigwasser kann man über das Watt laufen, bei Hochwasser ist es ein gut geschütztes Meer, wo immer viel zu sehen ist.

Ein salziges Paradies für diejenigen, die die Aquanatur lieben. Das Wasser schäumt dort auf eine andere Weise, es riecht dort nach Salz, und es gibt dort Gezeitenströme. Im Wattenmeer herrscht die Natur vor.

In früheren Jahrhunderten fuhren die reichen Handelsschiffe über den Texelstrom oder den Vliestrom zur Zuidersee. Amsterdam finanzierte Beleuchtung, Betonnung und Baken, wie die Leuchttürme von Urk, de Ven und Vlieland und den berühmten Brandaristurm im Jahr 1596, nachdem der vorige ins Meer gestürzt war. Es gab einen Seenachrichtendienst von Vlieland über das Postamt nach Texel und von dort aus über Huisduinen nach Amsterdam.

Im 16. und 17. Jahrhundert erlebte der holländische Seehandel das Goldene Jahrhundert. Hoorn, Enkhuizen und Amsterdam sandten ihre Handelsschiffe über die ganze Welt aus und hinterließen Kap Hoorn und Neu-Amsterdam als Visitenkarte.

Wattenmeer

Das niederländische Wattenmeer

Das Schönste vom Watt sind die ausgetreckten Groden und trockengefallenen Sandbänke, wo eine unglaubliche Vielfalt von Vögeln hin und her flattert, Nahrung sucht, brütet und zwitschert. Alle Arten von Möwen und Seeschwalben, Eiderenten, Austernfischer, Brachvögel, Schnäbler, Löffelreiher und sogar ab und zu ein Flamingo sorgen 24 Stunden pro Tag für ein interessantes Schau- und Hörspiel.

Wasserläufe, Priele und Rinnen schlängeln sich durch den nahrungsreichen Schlamm, den sie täglich zweimal überschwemmen, um wieder neuen Schlamm abzusetzen. Ständig in Bewegung, überall Vogellaute, immer schön. Beim Trockenfallen auf dem Watt steht das Hotel immer mitten in der weiten Oede von Hollands größtem und schönstem Naturschutzgebiet. Die unberührte Wattenmeerlandschaft, wo sich die Form der Sandbänke aufgrund des ständigen Wechsels von Ebbe und Flut fortwährend ändert.

   Das Wattenmeer (Quelle: Wikipedia, die freie Enzyclopädie)

Seit Menschengedenken wird das Wattenmeer durch Schiffe befahren . Bevor der Nordsee-Kanal gegraben wurde , war dies der einzige Weg, um Amsterdam ( und andere große niederländischen Häfen ) über das Wattenmeer und die Zuiderzee zu erreichen. Navigieren durch das Wattenmeer war damals schwer aufgrund der ständig wechselnden Priele und Sandbänke und der spärlichen Betonnung . Viele Schiff sanken. Für Taucher gibt es eine Menge interessanter Orte. Obwohl die Signalisierungs-und Navigations-Technologie erheblich verbessert worden ist , erfordert die Navigation durch das Wattenmeer besondere Kenntnisse und Erfahrungen .

Für die flachen Gewässer des Wattenmeeres und der Zuiderzee sind separate Arten von Schiffen entwickelt, mit flachem Boden und Seitenschwertern. Heute wird das Wattenmeer befahren durch Fähren zu den Inseln , Traditionssegler, Frachter, Klipper , Tjalken , Aken usw. Bekannte Häfen sind: Oudeschild, Harlingen , Oost- Vlieland , Terschelling , Nes , Ameland , Schiermonnikoog, Lauwersoog und Noordpolderzijl .

Boje im Wattenmeer

Boje im Wattenmeer bei Schiermonnikoog

Über die Lorentz Schleusen bei Kornwerderzand oder die Stevin Schleusen bei Den Oever erreicht man das IJsselmeer. Andere häufig verwendete Routen vom und zum Wattenmeer sind der Van Harinxmakanaal der in Harlingen ins Meer fließt , die Robbengatsluis am Lauwersmeer und Eemskanaal zwischen Groningen und Delfzijl . Das Wattenmeer ist ein äußerst anspruchsvolles Seegebiet. Es ist flach, weist starke Strömungen auf, erfordert Achtung für die Gezeiten, und ständig ändert sich die Lage von Sandbänken und Fahrrinnen. Es liegt in der Westwindzone, die durch schnell wechselnde Wetterlagen, zahlreiche Sturmlagen und oftmals eingeschränkte Sichtweiten gekennzeichnet ist. Während das innere Wattenmeer im Vergleich zur offenen Nordsee noch sturmgeschützt ist, haben insbesondere die Außengebiete der friesischen Inseln und die Zufahrtswege ins Wattenmeer eine jahrhundertealte Reputation als Schiffsfriedhof. Mittlerweile stellen die von den Strömungen bewegten Schiffswracks selbst eine ernsthafte Gefahr für den Schiffsverkehr dar. Insbesondere die Zufahrtswege nach Amsterdam , Kampen , Enkhuizen , Hoorn , Stavoren und Harlingen sind ergiebige Fundstellen für Schiffsarchäologen.

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